Influencer Marketing: Eine Anleitung für erfolgreiche Kollaborationen

Influencer Marketing für kleine Unternehmen beruht darauf, dass deine Marke starke Partnerschaften mit erfahrenen Trendsettern oder Profis eingeht, die dieselben Werte und Prioritäten haben wie du bzw. deine Marke. So erhält deine Marke Aufmerksamkeit, Glaubwürdigkeit, mehr Traffic und hoffentlich neue Kunden und Kundinnen. Und obwohl es einer guten Planung und Strategie bedarf, ist es einer der effektivsten Wege, um deine Marke heutzutage zu vermarkten.

Person, die sich ihren Lieblings-Influencer auf dem handy ansiehtIllustration von OrangeCrush

Der Prozess is recht langsam, da du erst deine Marketingstrategie planen musst, bevor du die richtigen Influencer für dich aussuchst, eine Vereinbarung mit ihnen triffst, die für beide Seiten funktioniert, und dann eine Kampagne startest, die zu den gewünschten Ergebnissen führt. Aber das Ganze muss nicht kompliziert sein.

In diesem Artikel schauen wir uns an, wie man mit Influencern arbeitet, von der Entstehung der Idee zu deiner Kampagne bis hin zur Auswahl, Kontaktaufnahme und Arbeit mit den perfekten Influencern, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.

  • Influencer Marketing verstehen
  • Entwerfen deiner Strategie
  • Ideen für deine Kampagne entwickeln
  • Auswählen und Kontaktieren deiner Influencer
  • Wie man mit Influencern zusammenarbeitet
  • Tracken und Bewerten der Ergebnisse

website für influencer marketingEs gibt Agenturen, die sich auf Influencer Marketing spezialisiert haben. Bild von 344803

Was ist Influencer Marketing?

Influencer Marketing ist eine Form von gebrandetem Content von Marken, die mit außenstehenden Kreativen zusammenarbeiten, um ihre Produkte und Dienstleistungen bei neuen Zielgruppen zu vermarkten. Heutzutage konzentriert es sich in der Regel auf Social-Media-Kampagnen, auch wenn es bei klassischen Marketingformen wie TV-Spots, Reklametafeln und Produktverpackungen gebrandeten Content mit Empfehlungen von Prominenten bereits sehr viel länger gibt.

Aufgrund der großen Vielfalt an Influencern können beinahe alle Marken von dieser Art der Kollaboration profitieren. Influencer müssen keine bekannten Namen sein – sie müssen nur Einfluss auf deine bestimme Zielgruppe und deinen Bereich haben und über engagierte Follower verfügen.

Es wird davon ausgegangen, dass dieses Jahr 72,5 % aller Marketer eine Form von Influencer-Marketingkampagne durchführen, um ihre Marke zu vermarkten. Es handelt es sich also nicht etwa um einen kurzlebigen Trend. Influencer Marketing ist eine seriöse Strategie, die gezeigt hat, dass sie selbst für kleine, unabhängige Marken Ergebnisse liefern kann. Tatsächlich wurden allein in den vergangenen 6 Monaten 11 % der Millennials von Influencern dazu gebracht, etwas zu kaufen.

Die Zusammenarbeit mit Influencern kann nicht nur Kaufentscheidungen beeinflussen, sondern auch subtilere Ergebnisse liefern. Deinen Namen zu verbreiten wird beispielsweise deine Markenbekanntheit steigern und dafür sorgen, dass du in den Köpfen derer präsent bist, die derzeit dein Produkt oder deinen Service nicht benötigen, dies aber eventuell in der Zukunft tun. Und wenn die Zeit gekommen ist, werden sie sich daran erinnern, dass du ihnen von Influencern empfohlen wurdest, denen sie vertrauen.

eine auswahl an social influencer profilenEs gibt Hunderte von Influencer auf verschiedenen Webseiten. Von Helena via Dribbble

Entwerfen deiner Strategie

Bevor du dich für einen Influencer entscheidest oder welche Kampagne du starten möchtest, benötigst du eine Strategie für dein Influencer Marketing. Zuerst musst du die Ziele deiner Kampagne festlegen, verstehen, wen du beeinflussen möchtest und wo du sie erreichen kannst, sowie – und das ist das Wichtigste – verstehen, wie die ganze Sache funktioniert. Influencer zu kontaktieren, ohne zu wissen, was du da eigentlich machst, wird einfach nur peinlich sein.

1. Welche Ziele hast du?

Betrachte dein Influencer Marketing als Erweiterung deiner allgemeinen Marketingstrategie und lege zunächst fest, welche Absichten du mit deiner Kampagne verfolgst. Deine Ziele zu kennen wird dir helfen, die Ergebnisse zu verstehen, damit hinterher keine Verwirrung herrscht, ob deine Kampagne ihre Ziele erreicht hat oder nicht.

Zu diesen Zielen könnten die Steigerung der Markenbekanntheit, das Gewinnen neuer Kundschaft, das Hervorheben der Identität oder Werte deiner Marke, der Start eines neuen Produkts oder mehr Engagement mit deinem Content zählen. Statt einer Umsatzsteigerung ist das Erreichen einer neuen Zielgruppe der häufigste Grund für eine Markenkampagne. Influencer sollten Aufmerksamkeit auf deine Marke und dein Produkt lenken, aber es ist so gut wie unmöglich, dass diese Präsenz jedes Mal zu neuen Conversions führt. Also zügele deine Erwartungen.

ein influencer dashboardDefiniere klare Ziele für deine Influencer-Kampagne. Von Syed Raju via Dribbble

2. Zu wem sprichst du?

Wie bei jeder Form des Marketings muss dein Influencer Marketing die richtigen Leute erreichen. Es ergibt keinen Sinn, eine Kampagne zu starten, die eine bestimmte Zielgruppe ansprechen soll, und dann Geld an den völlig falschen Stellen auszugeben. Deine Zielgruppe zu definieren wird zudem helfen, die richtigen Influencer zu finden, da deine Zielgruppe an den Personen interessiert sein sollte, die du ausgesucht hast, um mit ihr zu kommunizieren.

Wenn du als Teil deiner Markenstrategie bereits deine Zielgruppen-Persona entwickelt hast, wird diese äußerst nützlich sein. Vielleicht versuchst du aber auch, eine völlig neue Zielgruppe zu erreichen, wenn du z. B. ein brandneues Produkt auf den Markt bringst oder die Werte deiner Marke sich geändert haben. Schlussendlich kannst du eine passende Liste mit Influencern erstellen, die durch die richtige Persönlichkeit dabei helfen, deine gewünschte Zielgruppe zu erreichen.

Du musst nicht nur wissen, mit wem du sprichst, sondern auch wo du sie findest. Derzeit ist Instagram die einflussreichste Plattform. 93 % aller Marketer führen ihre Influencer-Kampagnen hier durch, gefolgt von TikTok, welches 68 % der Marketer nutzen wollen. Doch abhängig von deiner Marke möchtest du vielleicht nicht mit der Masse schwimmen. Ein Gaming-Unternehmen hat eventuell mehr Glück auf Twitch oder YouTube und ein B2B-Dienstleister könnte auf LinkedIn erfolgreicher sein.

3. Wie funktioniert das Ganze?

Vereinfacht gesagt legt die Strategie für Influencer Marketing fest, wie eine Marke mit Influencern zusammenarbeitet, die dann diese Marke und ihre Produkte oder ihren Content ihrer Zielgruppe präsentieren. Diese Präsenz sollte sich für alle natürlich und positiv anfühlen. Dies erfordert akribische Planung, aber das fertige Produkt sollte sich niemals danach anfühlen.

Die Strategie für dein Influencer Marketing sollte folgende Fragen beantworten:

  • Welche Zielgruppe möchtest du ansprechen? Denke über Alter, Geschlecht, Ort, Einkommen, Interessen etc. nach.
  • Welches Endziel verfolgt deine Strategie? Möchtest du verkaufen, auf dich aufmerksam machen, neue Follower gewinnen?
  • Welche Art Influencer eigenen sich am besten für deine Marke?
  • Wie kann dein Influencer zu deiner Zielgruppe über deine Marke sprechen, ohne zu aufdringlich zu wirken?
  • Wie trackst du den Erfolg deiner Kampagne?
  • Welche Zahlen willst du in Sachen Reichweite, Verkäufe oder Follows erreichen?
  • Was genau sollen deine Influencer tun? Sie benötigen vollständige Richtlinien und Anleitungen.
  • Wie eng möchtest du mit ihnen zusammenarbeiten?

Du solltest dir immer die Gesetze und Vorschriften deines Landes in Bezug auf diese Form des Marketings ansehen, einschließlich Geheimhaltungsvereinbarungen und Richtlinien. In den meisten Ländern muss bezahltes Sponsoring beispielsweise klar gekennzeichnet sein, damit die Leute wissen, dass der Influencer eine Marke oder ein Produkt nicht aus eigenem Antrieb bewirbt. Dazu genügt es oftmals, ein Post mit dem Hashtag #Werbung oder #gesponsort zu markieren.

influencers werben für ihre expertiseInfluencer haben ihre eigenen Webseiten für Marketing-Kollaborationen. Von Soda Creek Digital

Wähle deine Kampagne

Wenn du deine Strategie parat hast, ist es an der Zeit, dich mit den Einzelheiten deiner Influencer-Kampagne auseinanderzusetzen. Du musst dir überlegen, ob du deine Influencer für ihre Kollaboration bezahlen möchtest, ihnen deine Produkte schenken willst oder ob es eine Mischung aus beidem sein soll. Du weißt vermutlich schon ungefähr, welche Art Kampagne du durchführen möchtest, bevor du dich für einen Influencer entscheidest. Aber sobald du eine Liste mit potenziellen Namen hast, mit denen du arbeiten möchtest, sollte der Plan zu deiner Kampagne flexibel genug sein, um sich an die Person anzupassen, mit der du arbeitest. Influencer Marketing sollte sich natürlich und authentisch anfühlen, daher kann es kontraproduktiv sein, deinen Influencer in einen fertigen Marketingplan pressen zu wollen.

Sponsorships

Zu den häufigsten Formen der Influencer-Kampagnen zählt das Verschenken von Produkten sowie das Bezahlen des Influencers, um für sie Werbung zu machen. Wenn du einem Influencer kostenlos deine Produkte schickst, ohne dass ihr eine richtige Abmachung getroffen habt, du aber hoffst, dass er oder sie etwas über dich postet, hast du keine Möglichkeit, eine Promotion zu erzwingen. Wenn du allerdings für gesponserten Content bezahlst, wird es so aussehen, als habe sich der Influencer von sich aus entschieden, etwas über dich zu posten, hat aber zugestimmt, dies zu zu tun (und erwähnt natürlich gleichzeitig, dass die Werbung gesponsert ist). Die meisten kleinen Marken können es sich nicht leisten, Produkte in der Hoffnung zu verschicken, dass Influencer etwas über sie posten, daher ist eine feste Vereinbarung für beide Seiten am besten.

Gebrandeter Content

Wenn deine Kampagne sich eher auf Content stützt, solltest du darüber nachdenken, einen Gastbeitrag zu verfassen oder an Content mitzuarbeiten, der auf euren beiden Webseiten erscheint. Daran sollten beide Seiten mitwirken, um sicherzustellen, dass der Content die Kernzielgruppe des Influencers anspricht – dieselben Leute, die du vom Kauf überzeugen möchtest.

Denke daran, dass nicht alle Influencer aus ihrem Ansehen oder Präsenz in den sozialen Medien eine Karriere machen wollen. Manche kennen sich in ihrem Bereich besonders gut aus, andere werden für ihre Meinung oder Errungenschaften in einem bestimmten Bereich respektiert und bei einigen handelt es sich um andere Unternehmen, die deine Marke ergänzen.

Panasonic postet beispielsweise im Rahmen einer Marketingkooperation mit Netflix zu seinen 4K-Fernsehern. Beides sind große Namen, aber ihre Produkte ergänzen sich gegenseitig und arbeiten zusammen. Sie konkurrieren daher nicht um dieselbe Zielgruppe. Davon profitieren beide Unternehmen und es scheint wie eine logische Kollaboration.

Social-Media-Kampagnen

eine giveaway kampagneBei sogenannten Giveaway-Kampagnen bewerben Influencer dein Produkt und verschenken es an ihre Follower. Von @fantasywithfaye via Instagram

Social-Media-Kampagnen umfassen Gewinnspiele und Werbegeschenke, Influencer-Takeovers und Engagement-Kampagnen. 

Influencer können auch das Gesicht deines Gewinnspiels sein und es mit ihren Followers teilen, indem sie beispielsweise ein Bild der angebotenen Produkte posten, die Bedingungen des Gewinnspiels erklären und wie man teilnehmen kann.

Sie könnten im Rahmen eines Takeovers auch deinen Social-Media-Kanal für einen Tag übernehmen – oder du ihren, um Werbung für eure Kollaboration zu machen und aus ihrer Sicht und in ihrer bekannten Art und Weise für eine vereinbarte Zeit auf deinen Seiten posten. Sie könnten auch einfach deine Marke in ihren Posts erwähnen, um das Engagement mit deinem Content zu steigern, posten, wie sie dein Produkt verwenden, dorthin verlinken, wo man das Produkt kaufen kann, oder seine Vorteile erklären. Wenn deine erste Kampagne gut läuft, kannst du deinen Influencer auch zu deinem Markenbotschafter machen, der deine Marke kontinuierlich bewirbt.

Affiliations

Die obigen Kampagnen beinhalten in der Regel eine vorher vereinbarte Zahlung, einen Rabatt oder ein Produkt, das die Influencer erhalten, wenn sie Werbung für deine Kampagne machen. Wenn du dich aber auf keinen festen Betrag einlassen möchtest oder die Vergütung lieber auf dem Erfolg deiner Kampagne basieren soll, könntest du eine Affiliate-Partnerschaft vereinbaren.

Bei Affiliate-Partnerschaften werden spezielle Rabattcodes genutzt, die von Influencern bei ihrer Zielgruppe beworben werden. An jedem Kauf, der mithilfe dieses Codes getätigt wird, kannst du deine Influencer zu einem gewissen Prozentsatz beteiligen. Das ist ein guter Anreiz für deine Influencer, sich in der Kollaboration zu engagieren, da sie für mehr erfolgreiche Empfehlungen mehr Geld erhalten.

Websites, die sich der Suche nach Ihrem perfekten Influencer verschrieben habenWenn du nicht sicher bist, mit welchen Influencern du zusammenarbeiten möchtest, kannst du eine Agentur engagieren, die dich mit den richtigen zusammenbringt. Von Janneke

Wähle deine Influencer

Da du nun deine Zielgruppe kennst und weißt, welche Art Kampagne du durchführen möchtest, kannst du nach den Influencern suchen, die sich am besten für deine Marke eignen. Dir stehen unterschiedliche Arten von Influencern zur Verfügung, abhängig von der Größe deines Unternehmens und der Zielgruppe, die du erreichen möchtest.

Die wichtigsten Arten von Influencern sind:

  • Social-Media-Influencer: Diese verfügen über viele Follower auf ihren bevorzugten Plattformen
  • Blogger: Diese erstellen schriftlichen oder Video-Content und verfügen ebenfalls über viele Follower
  • Branchenführende: Angesehene Experten und Expertinnen in ihrem Bereich
  • Loyale Kunden und Kundinnen: Menschen, die auf authentische Weise deine Marke und ihre Vorteile bewerben
  • Andere Marken: Unternehmen, die zu deinen Projekten passen, diese ergänzen, aber nicht mit ihnen konkurrieren
  • Promis: Große Namen, die Aufmerksamkeit auf deine Marke lenken, unabhängig davon, ob sie einen offensichtlichen Bezug zu dem haben, was du tust

Denke über deine Zielgruppe nach

Egal für welche Art Influencer du dich entscheidest, das Wichtigste ist, dass du eure gemeinsame Zielgruppe berücksichtigst. Es ergibt keinen Sinn, dich für einen Social-Media-Star zu entscheiden, dessen Follower nichts mit deiner Marke gemeinsam haben. Informiere dich über beliebte Influencer, die mit den Werten deiner Marke übereinstimmen, treue Kunden und Kundinnen oder Branchenführer, von denen du weißt, dass sie bei deiner Zielgruppe beliebt sind. Diese sind die besten Optionen für eine hochgradige Zielgruppenbindung. Promis erregen Aufsehen, können aber umstritten sein – und sehr teuer.

Informiere dich

Wenn du dich selbst über passende Influencer informierst, achte darauf, von welchen anderen Marken sie gesponsert werden. Wenn sie viel bezahlten Content zeigen, kann es sein, dass das Engagement der Zielgruppe mit den Marken, zu denen sie etwas posten, nicht so hoch ist. Die Leute können Influencer durchschauen, die jede bezahlte Gelegenheit wahrnehmen, im Gegensatz zu denen, die die Marken, die sie empfehlen, wirklich lieben.

Wenn du mehr Geld zur Verfügung hast, könntest du eine Agentur engagieren, die die Arbeit für dich übernimmt. Das erspart dir die Recherche, bringt aber andere Probleme mit sich. Eine Agentur kennt beispielsweise deine Marke nicht so gut wie dein Team. Während eine Agentur also möglicherweise die besten Influencer kennt, ist ihr vielleicht nicht völlig klar, was du von diesen erwartest. Agenturen arbeiten auch eher mit Leuten, die eine Karriere als Influencer einschlagen wollen. Wenn du also mit Influencern arbeiten möchtest, die noch nicht so bekannt sind, ist dies vielleicht nicht der richtige Ansatz für dich.

Die persönlichen Interessen der Influencer zu kennen – selbst solche, die nicht direkt etwas mit deiner Marke zu tun haben – ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, den es zu berücksichtigen gilt. Es kann sein, dass du deine Kampagne basierend auf diesen Interessen auf unerwartete Weise mit einer breiteren Zielgruppe in Verbindung bringen kannst. Vielleicht merkst du aber auch, dass ihre Werte nicht zu deinen passen (oder sie deine Konkurrenz unterstützen) und einfach nicht zu dir passen.

Wenn du beispielsweise eine Modemarke bist, die auf Nachhaltigkeit aufmerksam macht oder eine neue, nachhaltige Produktlinie bewerben will, solltest du mit einer Person arbeiten, die bekannt dafür ist, sich gegen Fast Fashion zu engagieren. Dies wird deine Nachhaltigkeitsbemühungen untermauern, da die Leute, die die Kampagne sehen, verstehen werden, dass die Person nicht mit dir gearbeitet hätte, wenn du nicht so umweltfreundlich wärst, wie du sagst. Dies verleiht deiner Kampagne zusätzlich Authentizität und wird dafür sorgen, dass deine gesamte Kampagne natürlicher und glaubwürdiger wirkt.

eine Marken-Website mit einer Promi-Influencer-KampagneEmpfehlungen von Prominenten sind das ursprüngliche Influencer Marketing. Von Jenny Johannesson via Dribbble

Achte auch darauf, keine Influencer zu kontaktieren, die bereits einen Wettbewerber oder Marken, die deiner zu sehr ähneln, unterstützen. Dies könnte zu vertragsrechtlichen Problemen führen und es ist unwahrscheinlich, dass Influencer, die zu viele ähnliche Marken bewerben, die Ergebnisse erzielen, auf die du aus bist. Im Idealfall willst du die erste Marke deiner Art sein, die deine Influencer empfehlen.

Diese Dinge zu berücksichtigen wird sich sowohl für dich als auch deine Influencer lohnen. Diese Kollaborationen sollten beiden Seiten nutzen. Sie wollen keine Follower oder Engagement verlieren, weil sie sich für die falschen Partnerschaften entschieden haben.

Die Größe ist wichtig

Um die richtigen Influencer für deine Kampagne zu finden, musst du wissen, wie viele Follower sie haben:

  • Nano-Influencer – haben in der Regel bis zu 10.000 Follower, so wie der Food- und Lifestyle-Blogger Alexis Baker
  • Micro-Influencer – mit 10.000 bis 100.000 Followern erreicht diese Gruppe die höchsten Engagement-Raten von um die 7 %.
  • Macro-Influencer – mit bis zu 1 Million Follower sind sie fast so bekannt wie Stars, sind aber eher führende Persönlichkeiten in ihrem Bereich statt „berühmte“ Namen. So wie beispielsweise der Autor und angesehene Experte für psychische Gesundheit Matt Haig.
  • Mega-Influencer – nicht alle Accounts mit mehr als 1 Million Follower sind Stars, so wie zum Beispiel Makeup– und Beauty-Bloggerin Lenkalul.

Sofern du kein großes Unternehmen mit einem großen Marketingbudget bist, werden sich kleinere Influencer wahrscheinlich besser for deine Kampagne eignen. Auch wenn die Millionen von Follower der Kardashians scheinbar sehr engagiert sind, werden die meisten Marken feststellen, dass ihr Geld bei kleineren Influencern besser angelegt ist, deren Follower wirklich ihren Influencern vertrauen – vor allem wenn sie sich mit einer bestimmten Branche auskennen.

Wenn deine Marke also beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel verkauft, die auf Frauen in ihren 30ern abzielen, wäre ein weiblicher Influencer oder Personal Trainer mit 1.500 Followern weitaus besser geeignet, das Produkt zu bewerben, als ein weniger relevanter Promi mit 2 Millionen Follower. Und sie wird günstiger sein.

Vergiss nicht die drei R

Relevanz, Reichweite und Resonanz sind die drei R des Influencer Marketings.

Die Relevanz deiner Influencer bezieht sich auf die Branche, den Content und die gemeinsame Zielgruppe. Wenn ihr nicht übereinstimmt, sind sie nicht relevant für deine Bedürfnisse. Ein gutes Beispiel für eine relevante Influencer-Partnerschaft in Aktion ist eine der ersten Endorsement-Kampagnen: Nike und Michael Jordan. Durch die Zusammenarbeit mit führenden Sportgrößen hat Nike sich stets einen Namen als beste und größte Sportbekleidungsmarke der Welt gemacht.

Die Reichweite deiner Kampagne wird definiert durch die Anzahl der Menschen, die deine Marke oder dein Produkt durch die Partnerschaft mit deinem Influencer zu Gesicht bekommen. In der Strategie deiner Kampagnen sollte festgelegt werden, wie viele Leute du erreichen möchtest und diese Zahl sollte mit deinem Influencer vereinbart werden. Diese Zahl sollte in einem sinnvollen Verhältnis zum Einfluss der Influencer stehen.

Wenn du dir keine größeren Namen leisten kannst, aber so viele Menschen wie sie erreichen möchtest, kann die Zusammenarbeit mit ein paar Nano-Influencern hilfreich sein, um eine größere Kampagne für weniger Geld zu entwerfen. Unbekannteren Influencern Produkte für ein Unboxing oder zum Promoten anzubieten, kann ein günstiger Weg sein, um eine hohe Zahl an Followern zu erreichen.

Wie gut die Resonanz der Zielgruppe deiner Influencer-Kampagne ist, hängt davon ab, wie viel Engagement dein Influencer erreichen kann. Diejenigen, die du mit der Partnerschaft erreichst, sollten das Gefühl haben, dass sie zu ihren Interessen passt. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit dem Post interagieren. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass größer nicht immer besser ist. Wenn ein Mode-Influencer mit 500.000 Followern dein Küchenstudio bewirbt, kommt das eventuell nicht besonders bei seiner Zielgruppe an.

Wie findest du nun unter Tausenden von Influencern die richtigen für dich, sobald du deine Strategie und Kampagne geplant hast?

Mit Influencern zusammenarbeiten

influencer kampagne mit SkyZoe Suggs Kollaboration mit Sky TV. Von @zoesugg via Instagram

Du hast dich für deine Influencer entschieden, nun musst du dich damit vertraut machen, wie man mit ihnen arbeitet.

Wie du deine Influencer kontaktierst

Wenn du Influencer zum ersten Mal kontaktierst, solltest du dies auf vertrauliche und persönliche Weise tun.

Du könntest zunächst mit ihrem Content interagieren, damit sie ein natürliches Verständnis dafür bekommen, dass deine Marke zu ihren Interessen passt, bevor du sie direkt kontaktierst. Würdige ihren Content mit relevanten Kommentaren und Likes, damit dein Interesse an ihnen nicht völlig unerwartet kommt.

Sie über ein größeres Unternehmen oder eine Agentur zu kontaktieren oder eine vorgefertigte E-Mail zu nutzen, die den Eindruck macht, nicht konkret für sie zu sein, wird eher weniger von Erfolg gekrönt sein. Überlege dir, wie du gerne kontaktiert werden würdest und mache es in deiner Mail oder deinem Anruf genauso. Wenn du ihnen auf einer Social-Media-Plattform schreibst, achte noch mehr darauf, deine Nachricht so zu formulieren, als käme sie von einem Menschen und nicht von einem gesichtslosen Unternehmen, das sie möglicherweise ignorieren.

Wie du deine Influencer überzeugst

Gib ihnen detaillierte Informationen zu deiner Marke, deinen Zielen und der Kampagne, die du mit ihnen durchführen möchtest. Lasse sie genau wissen, weshalb du dich für sie entschieden hast und wie sie profitieren werden – in Form von Engagement und neuen Followern sowie kostenlosen Produkten und einer Bezahlung – und schon steigt die Wahrscheinlichkeit einer Übereinkunft. Schmeicheleien können viel bewirken!

Denke nur daran, dass sich dieser Prozess immer natürlich und authentisch anfühlen sollte. Es passiert nicht über Nacht, aber wenn du weißt, dass dein Influencer die richtige Person für dich ist, lohnt es sich, ihm oder ihr das Gefühl zu geben, etwas Besonderes zu sein.

Mit deinem Influencer arbeiten

Wenn dein Influencer den richtigen Content für deine Marke kreieren soll, solltest du darauf vorbereitet sein, während des gesamten Produktionsprozesses eng mit ihm zusammenzuarbeiten. Als Content Creator wird dein Influencer wahrscheinlich seine eigne Vorstellung davon haben, wie deine Kampagne aussehen sollte. Dies erfordert Kompromisse, da du deine Marke am besten kennst, die Influencer aber die Leute kennen, die du ansprechen möchtest. Stelle nur sicher, dass alle in der Kampagne Involvierten von Beginn an Zugang zu qualitativ hochwertigen Materialien haben, damit es keine Verwirrung darüber gibt, was wann gepostet werden soll.

Dennoch lohnt es sich, dich auch selbst über deine Zielgruppe zu informieren. Die meisten Influencer stellen Infos darüber zur Verfügung, in denen das Verhalten ihrer Follower erläutert wird. Dich also beispielsweise darüber zu informieren, wann die Follower des Influencers am aktivsten sind, kann Einfluss darauf haben, zu welcher Zeit du etwas zu deiner Kampagne postest.

Denke daran, dass es sich um eine Partnerschaft handelt, daher solltest du Micromanaging vermeiden und stattdessen zwar die Richtung der Einzelheiten vorgeben, gleichzeitig aber die Expertise der Influencer anerkennen. Deine Marke und dein Influencer werden sich in der Mitte treffen müssen, wenn es darum geht, wie deine Kampagne aussehen soll, weil eure beiden Markennamen involviert sein werden. In der Theorie sollten sich beide perfekt ergänzen und keine Seite sollte das Gefühl haben, dass das Design nicht zum Markenimage passt.

Sorge dafür, dass immer das gleiche Mitglied deines Teams mit dem Influencer kommuniziert, damit für ihn immer klar ist, mit wem er es zu tun hat. Intern solltest du immer einen Überblick über diese Kommunikation behalten und die Bedingungen festhalten, auf die ihr euch bezüglich der Ergebnisse der Kampagnen geeinigt habt. So können sowohl dein Marketingteam als auch dein Influencer für das Erreichen der Ziele in Verantwortung genommen werden.

Ergebnisse erzielen

influencer kampagne auf instagramDie Kampagne von Influencer Sophia Rosemary mit Schweppes. Von @sophia_rosemary via Instagram

Der einzige Weg, wirklich zu wissen, ob dein Influencer Marketing erfolgreich ist, besteht darin, die Ergebnisse aufmerksam zu verfolgen. Google Analytics und Sprout Social sind zwei beliebte Analysetools und die meisten Social-Media-Plattformen verfügen über ihre eigenen integrierten Tools. 

Während der Entwicklung deiner Strategie hast du deine gewünschten Ziele festgelegt und indem du deine Analysedaten verfolgst, kannst du herausfinden, wie nah oder fern du diesen Zielen bist, und überlegen, ob du deine Kampagne anpassen musst, damit sie besser funktioniert. Du solltest deinen Influencer in diesen Prozess einbeziehen und euch gegenseitig regelmäßig darüber informieren, wie die Kampagne läuft, wie gut sie für ihn funktioniert und wie sie verbessert werden könnte. 

Davon profitieren beide Seiten, da du dafür sorgen kannst, dass deine Kampagne ihren ursprünglichen Zielen gerecht wird. Darüber hinaus machst du dir einen Ruf als professionelles und gut organisiertes Unternehmen, mit dem Influencer gerne arbeiten.

Verfolge die Ergebnisse deiner Influencer-KampagneEs gibt verschiedene Apps und Plattformen, um die Ergebnisse deiner Kampagne zu verfolgen. Von Hafiz Ibrahim via Dribbble

Wie du deine Ergebnisse verfolgst, hängt von der Art deiner Kampagne ab. Wenn dein Ziel mehr Markenbekanntheit ist, solltest du dir Website Traffic, Seitenansichten, Erwähnungen in den sozialen Medien, die auf deiner Seite verbrachte Zeit und die Anzahl neuer User ansehen. Wenn du deine Zielgruppe erweitern möchtest, solltest du dir anschauen, wie viele Leute dir in den sozialen Medien folgen, wie viele deinen Newsletter abonniert haben und möglicherweise deine Verkaufszahlen. Wenn deine Kampagne sich auf deine Markenidentität konzentriert, schaust du dir am besten an, wie in der Presse über dich berichtet wird, wie häufig du in den sozialen Medien erwähnt wirst und wie oft deine Beiträge geteilt werden. Und wenn du deinen Umsatz steigern möchtest, solltest du dir deinen Umsatz und deine Verkäufe ansehen und schauen, wie viele neue Kunden und Kundinnen den Links deines Influencers gefolgt sind, um deine Marke zu erreichen.

Diese Daten sind wertvoll, um herauszufinden, ob deine Kampagne erfolgreich war. Aber du kannst sie auch für zukünftige Kampagnen nutzen und um herauszufinden, was funktioniert und was nicht. Du könntest zum Beispiel zu der Erkenntnis kommen, dass Likes und Kommentare unter deinen Posts zwar den Eindruck erwecken, deine Kampagne wäre erfolgreich, den Umsatz allerdings nicht so sehr steigern, wie du gehofft hattest.

Bedenke, dass eine „gute“ Conversion Rate zwischen 2 bis 5 % liegt, abhängig von deiner Branche. Wenn deine Conversions also relativ niedrig aussehen, könnten sie für deinen Branchendurchschnitt tatsächlich recht hoch sein. Wenn deine Conversions dagegen unter 2 % fallen (oder wie auch immer eurer vereinbartes Ziel lautet), solltest du mit deinem Influencer daran arbeiten und über neue Ansätze nachdenken, um die Conversions zu steigern.

Nun liegt es an dir, deine Kampagne zu starten

Nun weißt du also über Influencer Marketing Bescheid. Du weißt, wie du deine Strategie aufbaust, Ideen für deine Kampagne entwickelst, die richtigen Influencer auswählst und sie kontaktierst, mit ihnen so kollaborierst, dass beide Seiten profitieren, und wie du die Ergebnisse deiner Kampagne verfolgst und bewertest. In Sachen Influencer Marketing bist du nun mit allen Wassern gewaschen.

Du musst kein Social-Media-Profi werden oder Geld für den bekanntesten Influencer aus dem Fenster werfen, den du kennst. Folge einfach diesen (größtenteils) einfachen Schritten und schon bist du auf dem besten Wege zu einer erfolgreichen Influencer-Kollaboration.

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